P I E T Ä T   D R E S C H E R  - Offenbach am Main
PIETÄT DRESCHER - Barbara Drescher, Angela Völler GbR
Gedanken/Texte

Eines Tages ging ich zur welken Rose hin,

die Sonne strich sanft über ihre schon

weichen und welken Blätter - und ich sah,

dass sie bald sterben würde.

"Hast Du Angst vor dem Tod?" fragte ich sie.

Darauf antwortete sie: "Aber nein! Ich habe

doch gelebt, ich habe geblüht und meine

Kräfte eingesetzt, so viel ich konnte.

Kann man mehr von mir verlangen?"

(Roland Leonhard)

 

Und wenn Du Dich getröstet hast,

wirst Du froh sein, mich gekannt zu haben.

Du wirst immer mein Freund sein.

Du wirst Dich daran erinnern,

wie gerne Du mit mir gelacht hast.

(Antoine de Saint-Exupéry)

 

Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf.

Die Vögel aber singen, wie sie gestern sangen.

Nichts ändert diesen neuen Tagesablauf.

Nur Du bist fortgegangen -

Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glück.

(Johann Wolfgang von Goethe)


Der kleine Seelenvogel spürte,

dass er sich nun auf die Reise begeben musste.

Leise sprach er zu seinen Gefährten:

"Liebe, niemals war ich ohne Dich!"

"Freundschaft, mit Dir habe ich so vieles geteilt!"

"Geborgenheit, mit Dir habe ich mich so wohl gefühlt!"

Da machten sie sich bereit, ihn zu begleiten.

Hoch hinaus flog nun der kleine Vogel

in das unbekannte Land - und war ganz ruhig,

ganz ruhig und ohne Angst,

denn er war nicht allein.

(Michal Snunit)

 

Das Glück ist im Grunde nichts anderes

als der mutige Wille zu leben,

indem man die Bedingungen des Lebens annimmt.

(Maurice Barres)

 

Viele Menschen sind überzeugt davon,

dass stark und tapfer sein bedeutet,

an "etwas anderes" zu denken,

nicht über Trauer zu sprechen.

Aber wir wissen, nicht wahr,

dass ehrlich stark-und-tapfer-sein bedeutet,

an das Geschehene zu denken,

über das Geschehene zu sprechen,

bis unsere Trauer beginnt, erträglich zu werden.

Das ist wirkliche Stärke.

Das ist wirklicher Mut.

Und nur so will stark-und-tapfer-sein

uns zur Heilung tragen.

Lange saßen sie dort und hatten es schwer,

doch sie hatten es gemeinsam schwer,

und das war ein Trost.

Leicht war es trotzdem nicht.

(Astrid Lindgren)

 

Wer dem Leben vertraut,

wird auch in dunklen Stunden

Zeichen der Hoffnung sehen.

(Rainer Haak)

 

Öffne ab und zu das Fenster Deiner Seele,

damit die Sorgen hinaus können und die Sonne hinein.

(Rainer Haak)

 

Nun bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe -

diese drei;

aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.

(1.Kor. 13,13)

 

Sei nicht verzweifelt, wenn es um´s Abschiednehmen geht.

Ein Lebewohl ist notwendig,

ehe man sich wiedersehen kann.

Und ein Wiederseh´n- sei es nach Augenblicken,

sei es nach Lebzeiten - ist denen gewiss,

die Freunde sind.

(Richard Bach - aus "Illusionen")

 

Mögen die,

die auf dem Weg zum Himmel vorausgegangen sind,

uns gute Wegweiser sein.

(irischer Segensspruch)

 

 

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